Nicht mit mir!

Ich glaube, es ist jeder Frau schon einmal so gegangen: man hat das Gefühl, der Partner checkt einfach nicht den Ernst der Lage. Oder auch er merkt erst gar nicht, wie verletzend sein Verhalten sein kann. Oder noch schlimmer, er kann es nicht verstehen, dass er sich falsch verhalten hat und kann es ums Verderben einfach nicht zu geben (so ein Mist).

Männer sehen viele Situationen einfach aus einer völlig anderen Perspektive, vermutlich mehr rational. Während eine Frau sich nicht richtig ausdrückt, weil sie ihren Partner nicht zu nah treten und ihn nicht verletzen möchte. Dieses soziale Verhalten lernen Frauen laut verschiedenen Studien zu Folge schon im Kindesalter. Tja und genau mit diesem rücksichtsvollen Verhalten entstehen dann die Konflikte und genau deswegen fühlen sich Frauen meist schneller verletzt als die guten Männer.

Jetzt könnte man natürlich sagen, jaja immer diese Frauen, gefühlsduslig bis zum Abwinken, ruck zuck sind die Tränendrüsen am Überlaufen und überhaupt, können die nicht einfach mal sagen, was sie wollen?!

Oder diese Männer, nie denken sie über ihr Verhalten nach, merken immer alles erst, wenns eh schon zu spät ist. Finden ihr verletzendes Verhalten überhaupt nicht schlimm. Machen immer einfach alles alleine, ohne es mal mit der Partnerin zu besprechen, sind rüpelhaft, grob, dumm… usw.

Soweit so gut. Irgendwie sind die Probleme in einer Beziehung doch schon vorprogrammiert, oder? Wir haben einfach viel zu unterschiedliche Ansichten. Trotzdem rauft man sich immer wieder zusammen, denn irgendwie sind doch gerade die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten das Reizvolle dabei. Nur wie soll man sich als Frau verhalten, wenn man sich übergangen und unwichtig fühlt? Vielleicht weil der Partner seine Freunde der Partnerin vorzieht? Also nicht immer ist es auch so simpel… Meistens gehen diesen Konflikten noch andere voraus, welche dann das Fass zum Überlaufen bringen :)

Bei mir läuft das ungefähr so: ich werde meinem Freund gegenüber immer vorsichtiger und traue mich kaum noch etwas zu fragen… bla bla (mittlerweile bin ich nicht mehr so vorsichtig, bringt eh alles nichts), weil der werte Herr eine recht gnädiges Verhalten an den Tag legen kann (ich will damit nicht sagen, dass ich besser bin ;D).
Also das sieht dann so aus, dass ich ihn frage, ob wir etwas bestimmtes unternehmen, wie z.B. in die Sauna zu gehen (wären dazu nicht normalerweise alle Männer sofort sprungbereit?!) und er legt sich erst mal gar nicht fest. Ja, das könnte man eventuell machen. Aber noch nicht sicher wann. Und wenn wann festgelegt, dann trotzdem nochmal die Möglichkeit offen halten, abzusagen… usw.! So und wenn dann die netten Freunde des Freundes fragen, ob er mit shoppen kommt (wohlgemerkt für einen Typen: SHOPPEN!!!) ist er sofort dabei und das ganze total sprungbereit!!!!
Das wäre natürlich nicht so schlimm, wenn ich mich nicht zuvor mit ihm verabredet hätte genau an diesem Tag auch “shoppen” zu gehen. Und hier der Fehler der Frau, sich nicht eindeutig auszudrücken. Ich sagte, ich möchte nur Schuhe kaufen gehen, meinte aber natürlich (für jede Frau vermutlich offensichtlich ;D) einen etwas längeren Zeitraum in der Stadt bummeln gehen (also shoppen *g*). So vorsichtig deswegen ausgedrückt, da mein Freund sich ja so ungerne festlegt und ansonsten sein gnädiges Verhalten aufweist ;) Tja, dumm gelaufen.

Was lernen wir daraus? Alle Vorsicht in den Wind zu schlagen und die Dinge auf den Punkt zu bringen. Ganz egal, welches Verhalten er darauf hin an den Tag legt. Somit schützt man sich selbst vor den rüpelhaften Taten des Partners ;) und kommt erst gar nicht in die Situation sich zu überlegen, wie wichtig man dem anderen eigentlich ist!

P.S. Lieber Freund, dass sollte im Übrigen nicht der Artikel sein, den ich dir widmen möchte… Dieser hier ist dafür da, meine Gefühle hierzu zu verarbeiten ^^ Der andere folgt aber bald ;)

Halbzeit

So, nach nun ungefähr der Hälfte der Zeit eine Zwischenbilanz!

Die ersten drei Tage konnten wir wenigstens einmal täglich miteinander sprechen. Also habe ich nun seit Mittwoch nichts mehr von ihm gehört. Die ersten drei Tage waren es auch, die sich völlig in Ordnung angefühlt haben. Ich war völlig entspannt und habe es genossen mich irgendwie total ungebunden zu fühlen. Hab die Zeit auch genutzt um vieles zu unternehmen, mit meiner Familie und mit Freunden. Auch gestern und heute habe ich natürlich die Zeit ausgekostet. Nur vor allem heute muss ich sehr viel an meinen Freund denken.

Die ganze Zeit denke ich, es ist ja nur eine Woche! Und eigentlich will ich ihn auch gar nicht vermissen. Aber ich tue es eben. Und ich hab gar keine Lust, dass abzustreiten. Ich stehe dazu! Es ist so ein bittersüßer Schmerz ;) Ein Sehnsuchtsgefühl!

Bei 5000 Kilometer, die zwischen uns liegen und einer katastrophalen Kommunikationsverbindung ist das doch irgendwie auch gar kein Wunder, oder? Außerdem mache ich mir eben auch einfach Sorgen, die Bedingungen dort scheinen nicht gerade die Besten zu sein! Schlicht und ergreifend: Ich vermisse Dich!

Nichts desto trotz möchte ich trotzdem nicht die Warte-Einstellung annehmen, also zu versuchen, die Zeit so schnell wie möglich hinter mich zu bringen. Nein, ich möchte die Zeit trotzdem genießen! Und das kann ich auch, obwohl ich ihn vermisse!

Aber ich freue mich trotzdem darauf, wenn du endlich wieder da bist :)

Hoch in die Lüfte…

… und auf und davon!

Heute ist mein Liebster quasi davon geflogen :) Für die nächsten eineinhalb Wochen habe ich sozusagen sturmfrei! Ich bin gespannt, wie die Woche verlaufen wird. Welche Empfindungen und Gefühle dabei aufkommen und welche Erfahrungswerte ich mit nehmen kann!

Eine Woche Abstand, da kann man vielleicht auch mal wieder klarere und objektivere Gedanken fassen.

Eine Woche mögen andere vielleicht nicht als lang empfinden, für mich erscheint es im Moment aber wie eine kleine Ewigkeit. Finde es dabei aber (zu mindest im Moment) nicht schlimm, sondern eher ein wenig heilsam. Allein sein kann manchmal auch ganz gut sein, erholsam :)

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Seit gestern geht mir der Gedanke nicht mehr aus dem Kopf, dass man ständig versucht, alles zu kontrollieren. Okay, sagen wir so, ich versuche ständig alles zu kontrollieren. Das geht soweit, dass es mir langsam wirklich selbst auf die Nerven geht.

Durch dieses ständige kontrollieren und alles im Blick haben wollen, werde ich immer misstrauischer, ängstlicher und ziehe mich zurück.
Immer mehr beginne ich, mich im Kreis zu drehen und bleibe am Ende stehen, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß. Und das nur, weil ich kein Vertrauen besitze. Jede Entscheidung könnte die falsche sein.

Aber mit dieser Methode bleibt man eben irgenwann tatsächlich stehen, tritt auf der Stelle.
Ich bewundere immer die Menschen, die in all ihren Entscheidungen so unglaublich sicher sind. Sie wissen einfach so, was sie wollen. Scheinbar ohne darüber nach zu denken. Ob das tatsächlich stimmt, weiß ich natürlich nicht.

Welches Geheimnis steckt dahinter?
Je mehr ich darüber nach sinne, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass es eine Art Vertrauen sein muss.
Vertrauen in die Zukunft, Vertrauen in die eigene Entscheidung und vor allem Vertrauen zu sich selbst.
Und wenn ich es mir recht überlege, dann kann man eben einfach nicht alles kontrollieren. Ständig geschehen unvorhergesehene Ereignisse. Man denke nur an Japan und an so viele verschiedene Umweltkatastrophen.

Aber auch im eigenen, kleineren Bereich. Ich werde eben nie genau wissen können, welche Geschehnisse mich erwarten. Finde ich bei einer Shoppingtour eine umwerfende Jeans, die wie angegossen sitzt? Springt mein Auto tatsächlich an, wenn ich von der Uni nach Hause möchte? (Zwei mal hat es mich jetzt schon hängen lassen ;D)

Innerhalb meiner Beziehung und meiner Freundschaften. Natürlich werde ich niemals 100% wissen können, ob alles in Ordnung ist. Ob die Dinge, die gesagt werden, ehrlich gemeint sind. Wieviel ich bestimmten Menschen tatsächlich bedeute. Die Liste lässt sich wohl endlos fort führen.

Eigentlich bleibt mir gar nichs anderes übrig, als endlich damit zu beginnen, einfach zu vertrauen. Vertrauen aufzubauen und alle gegebenen Situationen so zu nehmen, wie sie sind. Und einfach das beste daraus zu machen. Dann bin ich zu mindest all meine Ängste und Sorgen ein Stück weit los und kann die schönen Momente genießen, ohne ständig schlechte Gedanken in meinem Kopf verfolgen zu müssen.

Und das ist eigetnlich alles, was ich möchte: einfach nur glücklich sein!

Das Leben und die eigene Hand

Heute werde ich damit beginnen. Heute, gleich, sofort.
Heute ist ein guter Zeitpunkt, endlich mein Leben in die Hand zu nehmen.
Mich mal wieder vor zu wagen.
Heute werde ich es anpacken. Vieles, nicht alles.
Die wichtigsten Dinge werde ich genau heute erledigen.

Es passiert mir öfters, dass mir mein eigenes Leben, aus der Hand gleitet.
Das kann ganz schön schmerzhaft werden.
Manchmal passieren aber auch schöne Überraschungen.
Vielleicht ist es auch gut, dass es mir manchmal außer Kontrolle gerät.
Emotionale Berg- und Talfahrten. Sie wirbeln meine Gefühle hoch und wieder runter und mischen sie erneut. Und manchmal passieren die erstaunlichsten Dinge.

Aber es ist auch wichtig, das Leben immer wieder zu erwischen und für kurze Augbenblicke festzuhalten. Um es in eine Richtung zu lenken, die sich gut anfühlt.
Um zu merken, dass man etwas bewirken kann.

So ist es heute an der Zeit, es mal wieder in die richtige Bahn zu lenken. Nein, nicht in die richtige, sondern in die, die sich gut anfühlt.
Raus aus den vielen Emotionen, die mich weg zu reisen drohen, hinein in den klaren Verstand. Als würde ich mich unter die kalte Dusche stellen und mir das klare Wasser über den Kopf fließen lassen.
Auch das braucht man ab und an.

In diesem Sinne: heute fühle ich mich gut, weil ich endlich mal wieder klare Gedanken fassen kann.

Zufall oder großer Plan?

Warum sind wir so und nicht anders? Was für ein Sinn steht dahinter? Ist alles im Leben schon vorgegeben oder definieren wir unser Leben selbst? Kann man sich darauf verlassen, dass das Schicksal uns mit dem Partner unseres Lebens zusammenführt, oder muss man das Schicksal selbst in die Hand nehmen?

Wie heißt es doch so schön? No risk, no fun.

Doch all das ist viel leichter gesagt, als getan.

Denn wir Menschen entwickeln uns ständig durch Erfahrungen weiter. Und diese kann man nun mal nicht so einfach abstellen. Das Schema funktioniert folgendermaßen: Entweder wir haben Erfolg, oder Misserfolg. Also entweder verläuft alles nach Plan oder eben nicht. Wir verbrennen uns oder wir schweben auf Wolke sieben.

Doch hat man sich eben einmal verbrannt, der Plan ist also gründlich schief gelaufen, dann geben wir diesen Lösungsweg meistens vorschnell auf, aus Angst uns noch einmal zu verletzen.

An was soll man denn auch noch glauben? An den Zufall, oder den vorgegebenen Plan? Müssen wir uns darauf einlassen, wieder verletzt zu werden, um herauszufinden, welcher Weg der Richtige ist? Oder sollten wir uns einfach darauf einlassen und denken „Na gut, wenn ich mich noch einmal verbrenne, dann wars wohl tatsächlich nicht das Richtige und für irgendetwas wird die Verbrennung schon entscheidend gewesen sein. Denn so will es der Plan.“?

Egal an was wir glauben, der größte Teil der Menschheit funktioniert wie Stehaufmännchen und verbrennt sich weiter. Denn no risk, no fun. Und irgendwann klappt es ja doch einmal, oder nicht?