Traumwelt – Ein Anfang (Teil 3)

Und schon schritt die schöne Prinzessin in ihrem rosa Schlafgemach auf und ab und bewunderte die Schönheit ihres eigenen Geschmacks. Sie befand sich in ihrem ganz eigenen Zimmer, welches sie sich völlig frei einrichten durfte. Außer diesem Zimmer besaß sie natürlich noch unzählige andere Zimmer, wie z.B. ihr eigenes Ankleidezimmer, in dem sich lauter wunderschöne, eigens für sie geschneiderte Kleider befanden. Aber keines dieser Zimmer war so persönlich eingerichtet worden, wie dieses hier. Kein Wunder, es war ja auch das intimste, ihr Schlafzimmer. Doch ob sie jemals erwarten durfte, hier Herrenbesuch zu empfangen? Aber sie vergaß, bald würde ja der jährliche Sommerball stattfinden. Wo gab es Herren, wenn nicht dort?

Ich saß also nun am Schreibtisch und versuchte mein Leben durch zu planen. Ein Ding der Unmöglichkeit? Richtig, aber zu diesem Zeitpunkt war mir das absolut nicht klar. Außerdem ein ganz klein bisschen schadet es auch wirklich nicht, ab und an mal einen Plan zu schreiben. Das kann sogar sehr hilfreich sein!
Aber das Leben zu planen, das war wohl wirklich eine verrückte Idee! Ich versuchte mir über die Vor- und die Nachteile eines Psychologiestudiums und somit eines Abbruchs meines bisherigen Studiengangs klar zu werden. Versuchte mir vor zu stellen, welche Bedeutung darin lag. Mein hauptsächliches Problem lag in der finanziellen Natur. Ein Neubeginn würde auch meinen Abschluss wieder um zwei Jahre zurück werfen und somit auch meine volle Unabhängigkeit.
An dieser Stelle sollte ich vielleicht ein paar Details über mich und mein Leben erzählen. Ich heiße Katharina, bin 21 Jahre alt und von Sternzeichen her Waage. Eine kleine und zierliche Persönlichkeit mit rotem Lockenschopf. Passend dazu, grün-braune Augen. Ein paar typische Charakterzüge? Ängstlich, unsicher, launisch und furchtbar unentschlossen. Okay, das war vielleicht etwas negativ. Um die Harmonie zu wahren: super nettes Lächeln mit Ansteckungsgarantie, sehr sanft und zärtlich, trotzdem temperamentvoll und eine wunderbare Zuhörerin. Die letzte Eigenschaft würde doch hervorragend zu einer Psychologin passen, oder? Statt dessen bin ich Studentin der Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt auf Ingenieurwesen.

Hier drückt sich mal wieder meine Unentschlossenheit aus. Allerdings denke ich, dass es nicht nur mir so geht, hinsichtlich des Studiums. Man weiß zuvor eben nie, welche Überraschungen sich in dem Paket Studium verbergen.  Grundsätzlich mag ich eigentlich mein Studium. Mir fehlt lediglich der Bezug zum Menschen. Es interessiert mich unheimlich, wie Menschen sich in welchen Situationen verhalten und welcher Sinn dahinter steckt.
Hinzu kommt, dass ich super gerne zuhöre und immer versuche meinen Mitmenschen positive Gefühle zu vermitteln und ihnen konstruktiv zu helfen. Immer wieder bemerke ich verwundert, wie viele und welch vertrauliche Gedanken mir meine Mitmenschen mitteilen.
Ansonsten habe ich ein echtes Problem mit Männern (Männerphobie) und mit meiner Unentschlossenheit. Kurz gesagt, mein Selbstvertrauen ist gleich minimal. Jedoch beide Probleme werde ich in nächster Zeit angehen, mit meinem neuen Lebensplan: Erträume dir dein Leben!

Verträumt schwang die schöne Prinzessin in ihrem wunderschönen, blühenden Garten mit ihrer Schaukel auf und ab. Das Leben erschien ihr wie ein einziger goldener Traum.

Traumwelt – Ein Anfang (Teil 2)

Sie schwebte. Sie schwebte auf einer rosa zarten Wolke. Und vor ihr schwebte ein äußerst gut aussehender Mann. Er lächelte sie an. Meinte er auch sie? Tatsächlich? Aber ja, er schwebte immer näher heran. Ganz nah. Und noch näher. Jetzt stand er direkt vor ihr und lächelte sie an. Ein traumhaftes Lächeln. Die weißen Zähne blitzen nur so hervor. Nun neigte er ganz langsam seinen Kopf nach vorne. Soweit, dass sie von seinen Haaren leicht an der Nase gekitzelt wurde. Und nun flüsterte er ihr etwas ins Ohr. Hmm war das angenehm. Sie konnte sich gar nicht richtig darauf konzentrieren, was er ihr eigentlich sagen wollte. Halt, hatte sie gerade das Wort ‚Mann‘ verstanden? Besser zuhören! Schöne Männer sind auch nur Menschen? Tiefer Wille ganz fest in ihr drin? Gott? Er bezeichnet sich doch tatsächlich als Gott. Und das mag man sogar fast glauben, er sah nämlich einfach wirklich göttlich aus. Mit seinen blonden, beinahe goldenen Locken, die um sein Gesicht fielen. Wie sollte man bei solch einem Aussehen denn bitte zuhören?? Das war einfach nicht möglich!! Noch einmal strich er ihr ganz sanft die Haare hinter die Ohren und verschwand. Sein letzter Satz, sie müsse nur wollen, schwirrte noch immer in der Luft. Und dann, ganz plötzlich kam eine große, laute, grässliche Motorsäge auf sie zu und zerschnitt das gesamte Bild in zwei Hälften.

Ach du liebe Zeit. Meine Schwester. Musste die so laut schnarchen? Kein Wunder, dass ich da anfing, von Motorsägen zu träumen. Ich musste aber sofort anfangen zu grinsen, als ich an „Gott“ dachte. Hübscher Kerl, dachte ich mir. Und was hatte er mir nochmal gesagt? Ich konnte mich nur noch an das warme Kribbeln auf meiner Haut erinnern. So ein Mann im echten Leben, dachte ich mir noch, dann war ich auch schon wieder eingeschlafen.

Mein Leben war ein einziger Katastrophenhaufen. Ich wusste einfach nicht was ich wollte. Konnte nicht vor und nicht zurück. Und meine Verzweiflung über mich selbst wuchs von Tag zu Tag. Ich war in einem Studium gefangen, dass ich gar nicht wollte. Und doch machte ich weiter. Nur weil ich mich einfach nicht traute, endlich das anzupacken, das ich wirklich wollte. Weil ich mir einfach gar nicht sicher war, ob ich das auch wirklich wollte. Und weil ich Angst davor hatte, was andere über mich denken könnten. Und vor allem, weil ich wohl Angst davor hatte, mich überhaupt zu entscheiden. Denn was, wenn ich falsch entschied? Wie immer also! Ich wusste ganz genau, dass ich ganz dringend etwas änder musste – aber ich wusste im Moment einfach noch nicht so genau, was! Typisch Waage, immer total unentschlossen. Ja, mit den Sternzeichen kannte ich mich etwas aus. Ich kannte mich in vielen Dingen etwas aus. Eben immer nur oberflächlich. Also ganz passend zur Waage. Aber das sollte sich jetzt ändern, wie sich so viele Dinge ändern sollten. Wenn ich doch nur nicht so ein kleiner Angsthase wäre, dachte ich mir. Aber so war ich nun einmal.

Ha, hatte ich sie doch endlich gefunden. Meine Frustschutzgummibärchen. Super! Die konnte ich gerade sehr, sehr gut gebrauchen. Ich hatte heute noch sehr viel zu erledigen, aber ich kam einfach nicht so richtig in Fahrt. Aber zu mindestens war ich dabei, aus meinem Katastrophenhaufen ein paar klare Linien zu ziehen. Gar nicht so leicht, wenn man so menschenscheu ist, wie ich. Das war noch so ein sehr merkwürdiger Punkt an mir, ich war überhaupt nicht gerne allein, brauchte immer Gesellschaft. Und doch konnte ich mich einfach nie richtig festlegen, wenn es um irgendein Treffen ging. Und immer dieses ewige Vorausplanen. Das passte gar nicht zu mir. Was wenn ich dann an dem betreffenden Tag X doch keine Lust hatte? Ich fühlte mich wie ein einziger Widerspruch. Aber meine Freunde kannten mich so und akzeptierten es auch. Hin und wieder schimpften sie mit mir, aber es hielt sich in Grenzen.

Seufzend ließ ich mich auf mein Bett sinken und steckte mir ein Gummibärchen in den Mund. Mein Zimmer war wirklich wunderschön geworden, ein richtiges Mädchenzimmer eben. Und das völlig ohne männliche Hilfe. Die Wände waren in ein zartes rosa getaucht und ich hatte mir lauter weiße Möbel zugelegt. Alles Ikea natürlich. Einen wunderschönen weißen Schrank mit Schiebetüren, ganz im nostalgischen Stil. Einen weißen Schreibtisch und eine weiße Frisierkommode. Auf der stand allerdings mein alter, in Ebenholz  gehaltener Spiegelschrank. Ein Fundstück, welches sich schon seit Urzeiten in meinem Besitz befand. Außerdem hatte ich mir noch ein Bücherregal zugelegt, welches ganz dringend notwendig war. Ich liebe nämlich Bücher und besitze dementsprechend auch ganz schön viele. Es gibt kaum etwas Schöneres, als sich abends mit einer feinen Tasse Tee und einem guten Buch ins Bett zu kuscheln und zu lesen und voll und ganz in die Welt der Fantasie abzutauchen.

Nicht mit mir!

Ich glaube, es ist jeder Frau schon einmal so gegangen: man hat das Gefühl, der Partner checkt einfach nicht den Ernst der Lage. Oder auch er merkt erst gar nicht, wie verletzend sein Verhalten sein kann. Oder noch schlimmer, er kann es nicht verstehen, dass er sich falsch verhalten hat und kann es ums Verderben einfach nicht zu geben (so ein Mist).

Männer sehen viele Situationen einfach aus einer völlig anderen Perspektive, vermutlich mehr rational. Während eine Frau sich nicht richtig ausdrückt, weil sie ihren Partner nicht zu nah treten und ihn nicht verletzen möchte. Dieses soziale Verhalten lernen Frauen laut verschiedenen Studien zu Folge schon im Kindesalter. Tja und genau mit diesem rücksichtsvollen Verhalten entstehen dann die Konflikte und genau deswegen fühlen sich Frauen meist schneller verletzt als die guten Männer.

Jetzt könnte man natürlich sagen, jaja immer diese Frauen, gefühlsduslig bis zum Abwinken, ruck zuck sind die Tränendrüsen am Überlaufen und überhaupt, können die nicht einfach mal sagen, was sie wollen?!

Oder diese Männer, nie denken sie über ihr Verhalten nach, merken immer alles erst, wenns eh schon zu spät ist. Finden ihr verletzendes Verhalten überhaupt nicht schlimm. Machen immer einfach alles alleine, ohne es mal mit der Partnerin zu besprechen, sind rüpelhaft, grob, dumm… usw.

Soweit so gut. Irgendwie sind die Probleme in einer Beziehung doch schon vorprogrammiert, oder? Wir haben einfach viel zu unterschiedliche Ansichten. Trotzdem rauft man sich immer wieder zusammen, denn irgendwie sind doch gerade die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten das Reizvolle dabei. Nur wie soll man sich als Frau verhalten, wenn man sich übergangen und unwichtig fühlt? Vielleicht weil der Partner seine Freunde der Partnerin vorzieht? Also nicht immer ist es auch so simpel… Meistens gehen diesen Konflikten noch andere voraus, welche dann das Fass zum Überlaufen bringen :)

Bei mir läuft das ungefähr so: ich werde meinem Freund gegenüber immer vorsichtiger und traue mich kaum noch etwas zu fragen… bla bla (mittlerweile bin ich nicht mehr so vorsichtig, bringt eh alles nichts), weil der werte Herr eine recht gnädiges Verhalten an den Tag legen kann (ich will damit nicht sagen, dass ich besser bin ;D).
Also das sieht dann so aus, dass ich ihn frage, ob wir etwas bestimmtes unternehmen, wie z.B. in die Sauna zu gehen (wären dazu nicht normalerweise alle Männer sofort sprungbereit?!) und er legt sich erst mal gar nicht fest. Ja, das könnte man eventuell machen. Aber noch nicht sicher wann. Und wenn wann festgelegt, dann trotzdem nochmal die Möglichkeit offen halten, abzusagen… usw.! So und wenn dann die netten Freunde des Freundes fragen, ob er mit shoppen kommt (wohlgemerkt für einen Typen: SHOPPEN!!!) ist er sofort dabei und das ganze total sprungbereit!!!!
Das wäre natürlich nicht so schlimm, wenn ich mich nicht zuvor mit ihm verabredet hätte genau an diesem Tag auch “shoppen” zu gehen. Und hier der Fehler der Frau, sich nicht eindeutig auszudrücken. Ich sagte, ich möchte nur Schuhe kaufen gehen, meinte aber natürlich (für jede Frau vermutlich offensichtlich ;D) einen etwas längeren Zeitraum in der Stadt bummeln gehen (also shoppen *g*). So vorsichtig deswegen ausgedrückt, da mein Freund sich ja so ungerne festlegt und ansonsten sein gnädiges Verhalten aufweist ;) Tja, dumm gelaufen.

Was lernen wir daraus? Alle Vorsicht in den Wind zu schlagen und die Dinge auf den Punkt zu bringen. Ganz egal, welches Verhalten er darauf hin an den Tag legt. Somit schützt man sich selbst vor den rüpelhaften Taten des Partners ;) und kommt erst gar nicht in die Situation sich zu überlegen, wie wichtig man dem anderen eigentlich ist!

P.S. Lieber Freund, dass sollte im Übrigen nicht der Artikel sein, den ich dir widmen möchte… Dieser hier ist dafür da, meine Gefühle hierzu zu verarbeiten ^^ Der andere folgt aber bald ;)

Ich möchte Ich sein!

Immer man selbst zu bleiben und nur die Dinge zu tun, die man wirklich möchte, dass fällt gar nicht immer leicht. Dabei möchte doch Jeder tun, was er will…

Oft muss ich unterscheiden bzw. kann nicht unterscheiden, ob ich da gerade meine eigenen Wünsche oder doch die von einer anderen Person ausführe. Ob ich nur aus Prinzip handele oder weil ich es genau so will!
Man kann es drehen und wenden wie man möchte, aber die Gesellschaft und das Umfeld haben doch immer einen großen Einfluss. Da muss man sich irgendwann einfach mal darüber im Klaren werden, was für einem selbst tatsächlich das Richtige und das Falsche ist. Andernfalls zwängt man sich in Rollen, die eigentlich gar nicht für die eigenen Person geschrieben wurden. Man fühlt sich nicht gut, sondern unter ständigen Zwängen. Bis man irgendwann darauf kommt oder durch einen bestimmten Menschen darauf gestoßen wird, dass man auch ganz anders handeln kann.

Man muss sich nicht über bestimmte Situationen und Handlungen ärgern, nur weil es im Prinzip nicht richtig war. Auch nicht über solche, welche vom Etikett her eigentlich sagen “Das war nicht in Ordnung! Sei sofort beleidigt!” Aber man muss sich natürlich auch ganz sicher nicht alles gefallen lassen :D

Dies und die Tatsache, dass ich oft das Gefühl habe, nicht auszureichen, nicht zu genügen, das sind Pseudofakten, die mich davon abhalten, die Zeit zu genießen.
Zum Beispiel die Zeit mit meinem Freund zu genießen, auszukosten, Spaß zu haben. Einfach nur der Leidenschaft nach zu geben.
Oft Mals beginnt dies schon beim Stolz. Ein falsches Wort, eine falsche Gestik und schon stehen die Gefühle zu Berge und der Abend ist gelaufen.

Und dass, obwohl das falsche Wort oder die falsche Gestik vielleicht nur eine Kleinigkeit war und vielleicht auch gar nicht so schlimm. Der Stolz sagt: “Das war überhaupt nicht Ordnung! So kann er auf gar keinen Fall mit dir umgehen! Geht gar nicht! Sei sofort beleidigt und verletzt!”. Das Herz sagt eigentlich: “Das war doch gar nicht so schlimm. Vermutlich ein Missverständnis! Reg dich nicht auf! Kein Grund, um dir die Stimmung, den Spaß und die Leidenschaft vermiesen zu lassen!”. Warum nur hört man so oft auf den Stolz? Bringt uns das Herz nicht viel mehr?

Natürlich gibt es auch Situationen, die einem ernsthaft verletzten. Situationen, die vielleicht auch ernst waren oder ernst gemeint waren. Wenn man eine Frage stellt, die Antwort darauf aber eigentlich gar nicht wissen will. Die Antwort aber trotzdem für einem wichtig ist.
Vielleicht interpretiert man auch in so eine Antwort zu viele andere Dinge hinein, wie zum Beispiel “Er liebt mich nicht!”. Dabei ist doch allseits bekannt, dass Männer und Frauen eine völlig unterschiedliche Denkweise haben. Der Mann sagt Dies, die Frau denk Das :D
Dann darf man es sich auch selbst zu gestehen, verletzt zu sein. Und dann darf man auch mal einen Abend beenden, weil es so heilsamer ist. Weil der Schmerz sich nicht einfach wegschieben lässt und die Atmosphäre sowieso vergiftet. Weil man sich nicht mehr entspannen und fallen lassen kann, da man das Gefühl einfach zunächst einmal selbst verarbeiten muss.

Ich bin froh, dass ich gestern “Nein!” gesagt habe. Jede weitere Aktivität hätte ich einfach nicht genießen können. Im Gegenteil, mein Schmerz und meine Unsicherheit hätten sich vermutlich noch vergrößert. Ich bin froh, dass ich dazu stehen und nun einfach mal alleine darüber nachdenken konnte. Dadurch hat sich in mir selbst etwas gefestigt. Ich habe verstanden! Ich habe verstanden, dass ich mein Leben einfach nur genießen möchte! Dass ich einfach ich selbst sein möchte. Und dass ich manche Menschen in meinem Leben einfach so nehmen möchte wie sie sind, mit ihnen zusammen sein möchte, egal wie die Zukunft aussehen und sich entwickeln wird.

Selbstschutz – die Mauer aus "Fass mich nicht an!"

Kennt ihr dieses Gefühl der Selbsterkenntnis, wenn ihr vor einem bestimmten Ereignis richtig Angst hattet und es dann endlich vorbei ist? Wie ihr es die ganze Zeit geschickt verdrängt habt, es euch aber trotzdessen innerlich völlig auf die Folter spannte?

Und dann die ungemeine Entspannung. Dann merkt man eigentlich erst, wie sehr man innerlich doch angespannt war. Obwohl man nach außen hin völlig locker wirkte.

Naja, vielleicht nicht auf Jeden. Vielleicht dachte man auch, dass andere Personen sich plötzlich ganz anders verhalten. So, wie man es erwartet. So, wie man sich davor ängstigt.
Und ohne es zu bemerken, verhält man sich aber selbst ganz anders. Man baut ein Schutzschild auf, vielleicht eines der Kälte. Eines das sagt: “Fass mich nicht an! Du könntest Nähe zu mir aufbauen! Du könntest mein Schutzschild durchdringen und mich dann verletzen!”

Man strahlt es aus und wundert sich, wieso der andere Abstand hält. Dabei zeigt man es ihm! Man verstärkt die eigene Angst, damit man später nicht zu sehr enttäuscht wird. Damit Vorfälle, die geschehen könnten, nicht ganz so schlimm empfunden werden, wie die, die man sich ausmalt. Dann tut es vielleicht weniger weh?

Doch wenn mein Vertrauen groß genug gewesen wäre und ich es zugelassen hätte, dann hätte ich diese ganze Anspannung, die ich völlig umsonst ausstand, gar nicht durchleben müssen.

Trotz allem bin ich froh und unglaublich erleichtert, dass meine Ängste nicht eingetroffen sind. Im Nachhinein verstärkt dies mein Vertrauen auch und vielleicht kann ich beim nächsten Mal schon genau so locker sein, wie ich nach außen hin auch wirke!

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Seit gestern geht mir der Gedanke nicht mehr aus dem Kopf, dass man ständig versucht, alles zu kontrollieren. Okay, sagen wir so, ich versuche ständig alles zu kontrollieren. Das geht soweit, dass es mir langsam wirklich selbst auf die Nerven geht.

Durch dieses ständige kontrollieren und alles im Blick haben wollen, werde ich immer misstrauischer, ängstlicher und ziehe mich zurück.
Immer mehr beginne ich, mich im Kreis zu drehen und bleibe am Ende stehen, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß. Und das nur, weil ich kein Vertrauen besitze. Jede Entscheidung könnte die falsche sein.

Aber mit dieser Methode bleibt man eben irgenwann tatsächlich stehen, tritt auf der Stelle.
Ich bewundere immer die Menschen, die in all ihren Entscheidungen so unglaublich sicher sind. Sie wissen einfach so, was sie wollen. Scheinbar ohne darüber nach zu denken. Ob das tatsächlich stimmt, weiß ich natürlich nicht.

Welches Geheimnis steckt dahinter?
Je mehr ich darüber nach sinne, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass es eine Art Vertrauen sein muss.
Vertrauen in die Zukunft, Vertrauen in die eigene Entscheidung und vor allem Vertrauen zu sich selbst.
Und wenn ich es mir recht überlege, dann kann man eben einfach nicht alles kontrollieren. Ständig geschehen unvorhergesehene Ereignisse. Man denke nur an Japan und an so viele verschiedene Umweltkatastrophen.

Aber auch im eigenen, kleineren Bereich. Ich werde eben nie genau wissen können, welche Geschehnisse mich erwarten. Finde ich bei einer Shoppingtour eine umwerfende Jeans, die wie angegossen sitzt? Springt mein Auto tatsächlich an, wenn ich von der Uni nach Hause möchte? (Zwei mal hat es mich jetzt schon hängen lassen ;D)

Innerhalb meiner Beziehung und meiner Freundschaften. Natürlich werde ich niemals 100% wissen können, ob alles in Ordnung ist. Ob die Dinge, die gesagt werden, ehrlich gemeint sind. Wieviel ich bestimmten Menschen tatsächlich bedeute. Die Liste lässt sich wohl endlos fort führen.

Eigentlich bleibt mir gar nichs anderes übrig, als endlich damit zu beginnen, einfach zu vertrauen. Vertrauen aufzubauen und alle gegebenen Situationen so zu nehmen, wie sie sind. Und einfach das beste daraus zu machen. Dann bin ich zu mindest all meine Ängste und Sorgen ein Stück weit los und kann die schönen Momente genießen, ohne ständig schlechte Gedanken in meinem Kopf verfolgen zu müssen.

Und das ist eigetnlich alles, was ich möchte: einfach nur glücklich sein!

Lachen und Glückshormone

Meine Sofort-Hilfe-Tipps zur guten Laune:

1. Laut Musik aufdrehn und dabei wild im Zimmer umher tanzen ;)

2. Licht: gerade bei trüben Wetter einfach ein paar stimmungsvolle Lampen anschalten (am besten mit Energiesparbirnen um den Stomverbrauch zu schonen =P )
Und falls sowieso die Sonne lacht, dann raus und Energie tanken (oder einfach mal die Rolladen hoch)

3. Bei echtem Kummer ins Bett kuscheln und sich alles von der Seele weinen

4. Eine große Tasse Kaba trinken

5. Eine Runde spazieren gehen oder etwas Sport betreiben (ich schnappe mir dafür unseren Hund, dann hat der auch gleich was davon)

6. Haustier zum Knuddeln missbrauchen ;) Die guten Tiere bemerken eh meistens schnell, wenns einem mieß geht und trösten (Mein Hund wird da immer ganz sanft)

7. Lächeln!!! Oder eher den Mund zu einem Lachen verziehen und ihn so mindestens 30 Sekunden halten. Damit trickst man das Gehirn aus! Durch das Anspannen der Lachmuskeln wird dem Gehirn suggeriert das man glücklich ist, deswegen werden Glückshormone ausgeschüttet

8. Tagebuch führn… Das nimmt soviel Gejammer auf, wie sonst niemand ;)

9. Ein paar Zeilen aus einem guten Buch lesen

10. Freunde anrufen und quatschen

Natürlich ist nichts davon wissenschaftlich belegt =D Aber von mir experimentell nachgewießen *g* Funktioniert bestens…

Viel Spaß und gute Laune damit!

Zufall oder großer Plan?

Warum sind wir so und nicht anders? Was für ein Sinn steht dahinter? Ist alles im Leben schon vorgegeben oder definieren wir unser Leben selbst? Kann man sich darauf verlassen, dass das Schicksal uns mit dem Partner unseres Lebens zusammenführt, oder muss man das Schicksal selbst in die Hand nehmen?

Wie heißt es doch so schön? No risk, no fun.

Doch all das ist viel leichter gesagt, als getan.

Denn wir Menschen entwickeln uns ständig durch Erfahrungen weiter. Und diese kann man nun mal nicht so einfach abstellen. Das Schema funktioniert folgendermaßen: Entweder wir haben Erfolg, oder Misserfolg. Also entweder verläuft alles nach Plan oder eben nicht. Wir verbrennen uns oder wir schweben auf Wolke sieben.

Doch hat man sich eben einmal verbrannt, der Plan ist also gründlich schief gelaufen, dann geben wir diesen Lösungsweg meistens vorschnell auf, aus Angst uns noch einmal zu verletzen.

An was soll man denn auch noch glauben? An den Zufall, oder den vorgegebenen Plan? Müssen wir uns darauf einlassen, wieder verletzt zu werden, um herauszufinden, welcher Weg der Richtige ist? Oder sollten wir uns einfach darauf einlassen und denken „Na gut, wenn ich mich noch einmal verbrenne, dann wars wohl tatsächlich nicht das Richtige und für irgendetwas wird die Verbrennung schon entscheidend gewesen sein. Denn so will es der Plan.“?

Egal an was wir glauben, der größte Teil der Menschheit funktioniert wie Stehaufmännchen und verbrennt sich weiter. Denn no risk, no fun. Und irgendwann klappt es ja doch einmal, oder nicht?