Traumwelt – Ein Anfang (Teil 2)

Sie schwebte. Sie schwebte auf einer rosa zarten Wolke. Und vor ihr schwebte ein äußerst gut aussehender Mann. Er lächelte sie an. Meinte er auch sie? Tatsächlich? Aber ja, er schwebte immer näher heran. Ganz nah. Und noch näher. Jetzt stand er direkt vor ihr und lächelte sie an. Ein traumhaftes Lächeln. Die weißen Zähne blitzen nur so hervor. Nun neigte er ganz langsam seinen Kopf nach vorne. Soweit, dass sie von seinen Haaren leicht an der Nase gekitzelt wurde. Und nun flüsterte er ihr etwas ins Ohr. Hmm war das angenehm. Sie konnte sich gar nicht richtig darauf konzentrieren, was er ihr eigentlich sagen wollte. Halt, hatte sie gerade das Wort ‚Mann‘ verstanden? Besser zuhören! Schöne Männer sind auch nur Menschen? Tiefer Wille ganz fest in ihr drin? Gott? Er bezeichnet sich doch tatsächlich als Gott. Und das mag man sogar fast glauben, er sah nämlich einfach wirklich göttlich aus. Mit seinen blonden, beinahe goldenen Locken, die um sein Gesicht fielen. Wie sollte man bei solch einem Aussehen denn bitte zuhören?? Das war einfach nicht möglich!! Noch einmal strich er ihr ganz sanft die Haare hinter die Ohren und verschwand. Sein letzter Satz, sie müsse nur wollen, schwirrte noch immer in der Luft. Und dann, ganz plötzlich kam eine große, laute, grässliche Motorsäge auf sie zu und zerschnitt das gesamte Bild in zwei Hälften.

Ach du liebe Zeit. Meine Schwester. Musste die so laut schnarchen? Kein Wunder, dass ich da anfing, von Motorsägen zu träumen. Ich musste aber sofort anfangen zu grinsen, als ich an „Gott“ dachte. Hübscher Kerl, dachte ich mir. Und was hatte er mir nochmal gesagt? Ich konnte mich nur noch an das warme Kribbeln auf meiner Haut erinnern. So ein Mann im echten Leben, dachte ich mir noch, dann war ich auch schon wieder eingeschlafen.

Mein Leben war ein einziger Katastrophenhaufen. Ich wusste einfach nicht was ich wollte. Konnte nicht vor und nicht zurück. Und meine Verzweiflung über mich selbst wuchs von Tag zu Tag. Ich war in einem Studium gefangen, dass ich gar nicht wollte. Und doch machte ich weiter. Nur weil ich mich einfach nicht traute, endlich das anzupacken, das ich wirklich wollte. Weil ich mir einfach gar nicht sicher war, ob ich das auch wirklich wollte. Und weil ich Angst davor hatte, was andere über mich denken könnten. Und vor allem, weil ich wohl Angst davor hatte, mich überhaupt zu entscheiden. Denn was, wenn ich falsch entschied? Wie immer also! Ich wusste ganz genau, dass ich ganz dringend etwas änder musste – aber ich wusste im Moment einfach noch nicht so genau, was! Typisch Waage, immer total unentschlossen. Ja, mit den Sternzeichen kannte ich mich etwas aus. Ich kannte mich in vielen Dingen etwas aus. Eben immer nur oberflächlich. Also ganz passend zur Waage. Aber das sollte sich jetzt ändern, wie sich so viele Dinge ändern sollten. Wenn ich doch nur nicht so ein kleiner Angsthase wäre, dachte ich mir. Aber so war ich nun einmal.

Ha, hatte ich sie doch endlich gefunden. Meine Frustschutzgummibärchen. Super! Die konnte ich gerade sehr, sehr gut gebrauchen. Ich hatte heute noch sehr viel zu erledigen, aber ich kam einfach nicht so richtig in Fahrt. Aber zu mindestens war ich dabei, aus meinem Katastrophenhaufen ein paar klare Linien zu ziehen. Gar nicht so leicht, wenn man so menschenscheu ist, wie ich. Das war noch so ein sehr merkwürdiger Punkt an mir, ich war überhaupt nicht gerne allein, brauchte immer Gesellschaft. Und doch konnte ich mich einfach nie richtig festlegen, wenn es um irgendein Treffen ging. Und immer dieses ewige Vorausplanen. Das passte gar nicht zu mir. Was wenn ich dann an dem betreffenden Tag X doch keine Lust hatte? Ich fühlte mich wie ein einziger Widerspruch. Aber meine Freunde kannten mich so und akzeptierten es auch. Hin und wieder schimpften sie mit mir, aber es hielt sich in Grenzen.

Seufzend ließ ich mich auf mein Bett sinken und steckte mir ein Gummibärchen in den Mund. Mein Zimmer war wirklich wunderschön geworden, ein richtiges Mädchenzimmer eben. Und das völlig ohne männliche Hilfe. Die Wände waren in ein zartes rosa getaucht und ich hatte mir lauter weiße Möbel zugelegt. Alles Ikea natürlich. Einen wunderschönen weißen Schrank mit Schiebetüren, ganz im nostalgischen Stil. Einen weißen Schreibtisch und eine weiße Frisierkommode. Auf der stand allerdings mein alter, in Ebenholz  gehaltener Spiegelschrank. Ein Fundstück, welches sich schon seit Urzeiten in meinem Besitz befand. Außerdem hatte ich mir noch ein Bücherregal zugelegt, welches ganz dringend notwendig war. Ich liebe nämlich Bücher und besitze dementsprechend auch ganz schön viele. Es gibt kaum etwas Schöneres, als sich abends mit einer feinen Tasse Tee und einem guten Buch ins Bett zu kuscheln und zu lesen und voll und ganz in die Welt der Fantasie abzutauchen.

Lachen und Glückshormone

Meine Sofort-Hilfe-Tipps zur guten Laune:

1. Laut Musik aufdrehn und dabei wild im Zimmer umher tanzen ;)

2. Licht: gerade bei trüben Wetter einfach ein paar stimmungsvolle Lampen anschalten (am besten mit Energiesparbirnen um den Stomverbrauch zu schonen =P )
Und falls sowieso die Sonne lacht, dann raus und Energie tanken (oder einfach mal die Rolladen hoch)

3. Bei echtem Kummer ins Bett kuscheln und sich alles von der Seele weinen

4. Eine große Tasse Kaba trinken

5. Eine Runde spazieren gehen oder etwas Sport betreiben (ich schnappe mir dafür unseren Hund, dann hat der auch gleich was davon)

6. Haustier zum Knuddeln missbrauchen ;) Die guten Tiere bemerken eh meistens schnell, wenns einem mieß geht und trösten (Mein Hund wird da immer ganz sanft)

7. Lächeln!!! Oder eher den Mund zu einem Lachen verziehen und ihn so mindestens 30 Sekunden halten. Damit trickst man das Gehirn aus! Durch das Anspannen der Lachmuskeln wird dem Gehirn suggeriert das man glücklich ist, deswegen werden Glückshormone ausgeschüttet

8. Tagebuch führn… Das nimmt soviel Gejammer auf, wie sonst niemand ;)

9. Ein paar Zeilen aus einem guten Buch lesen

10. Freunde anrufen und quatschen

Natürlich ist nichts davon wissenschaftlich belegt =D Aber von mir experimentell nachgewießen *g* Funktioniert bestens…

Viel Spaß und gute Laune damit!

Das Leben und die eigene Hand

Heute werde ich damit beginnen. Heute, gleich, sofort.
Heute ist ein guter Zeitpunkt, endlich mein Leben in die Hand zu nehmen.
Mich mal wieder vor zu wagen.
Heute werde ich es anpacken. Vieles, nicht alles.
Die wichtigsten Dinge werde ich genau heute erledigen.

Es passiert mir öfters, dass mir mein eigenes Leben, aus der Hand gleitet.
Das kann ganz schön schmerzhaft werden.
Manchmal passieren aber auch schöne Überraschungen.
Vielleicht ist es auch gut, dass es mir manchmal außer Kontrolle gerät.
Emotionale Berg- und Talfahrten. Sie wirbeln meine Gefühle hoch und wieder runter und mischen sie erneut. Und manchmal passieren die erstaunlichsten Dinge.

Aber es ist auch wichtig, das Leben immer wieder zu erwischen und für kurze Augbenblicke festzuhalten. Um es in eine Richtung zu lenken, die sich gut anfühlt.
Um zu merken, dass man etwas bewirken kann.

So ist es heute an der Zeit, es mal wieder in die richtige Bahn zu lenken. Nein, nicht in die richtige, sondern in die, die sich gut anfühlt.
Raus aus den vielen Emotionen, die mich weg zu reisen drohen, hinein in den klaren Verstand. Als würde ich mich unter die kalte Dusche stellen und mir das klare Wasser über den Kopf fließen lassen.
Auch das braucht man ab und an.

In diesem Sinne: heute fühle ich mich gut, weil ich endlich mal wieder klare Gedanken fassen kann.

Zufall oder großer Plan?

Warum sind wir so und nicht anders? Was für ein Sinn steht dahinter? Ist alles im Leben schon vorgegeben oder definieren wir unser Leben selbst? Kann man sich darauf verlassen, dass das Schicksal uns mit dem Partner unseres Lebens zusammenführt, oder muss man das Schicksal selbst in die Hand nehmen?

Wie heißt es doch so schön? No risk, no fun.

Doch all das ist viel leichter gesagt, als getan.

Denn wir Menschen entwickeln uns ständig durch Erfahrungen weiter. Und diese kann man nun mal nicht so einfach abstellen. Das Schema funktioniert folgendermaßen: Entweder wir haben Erfolg, oder Misserfolg. Also entweder verläuft alles nach Plan oder eben nicht. Wir verbrennen uns oder wir schweben auf Wolke sieben.

Doch hat man sich eben einmal verbrannt, der Plan ist also gründlich schief gelaufen, dann geben wir diesen Lösungsweg meistens vorschnell auf, aus Angst uns noch einmal zu verletzen.

An was soll man denn auch noch glauben? An den Zufall, oder den vorgegebenen Plan? Müssen wir uns darauf einlassen, wieder verletzt zu werden, um herauszufinden, welcher Weg der Richtige ist? Oder sollten wir uns einfach darauf einlassen und denken „Na gut, wenn ich mich noch einmal verbrenne, dann wars wohl tatsächlich nicht das Richtige und für irgendetwas wird die Verbrennung schon entscheidend gewesen sein. Denn so will es der Plan.“?

Egal an was wir glauben, der größte Teil der Menschheit funktioniert wie Stehaufmännchen und verbrennt sich weiter. Denn no risk, no fun. Und irgendwann klappt es ja doch einmal, oder nicht?

An Liebe gefesselt

Ich liebe dich,

wie die Kerze im Licht,

wie das Wasser im Meer,

wie mein Herz in meiner Brust,

wie mein Ritter in einem Heer,

wie das Feuer meiner Lust.

Und ich hasse dich!

Ich hasse dich wie meinen größten Feind

So wie ich es hasse, wenn mein Herz weint,

weil du es gebrochen,

wie schon vielen vor mir,

und ich wegen dir,

der Sinne beraubt, komm angekrochen,

durch dich schon ganz verrückt!

Doch stets kommst du immer wieder zu mir zurück.

So bist du an mich,

gefesselt wie ich an dich.

Gefesselt durch Liebe und Hass, zusammen Faszination,

unterschiedlich wie Kation und Anion,

so ziehen wir uns an- bzw. auch aus,

mit größter Leidenschaft, mit Gefühlen eines Gewitters mit Braus’.

So lieben wir uns in Ewigkeit,

aneinander gefesselt, ob nun in Freud’ oder Leid’.

Heartbreeze