Traumwelt – Ein Anfang (Teil 3)

Und schon schritt die schöne Prinzessin in ihrem rosa Schlafgemach auf und ab und bewunderte die Schönheit ihres eigenen Geschmacks. Sie befand sich in ihrem ganz eigenen Zimmer, welches sie sich völlig frei einrichten durfte. Außer diesem Zimmer besaß sie natürlich noch unzählige andere Zimmer, wie z.B. ihr eigenes Ankleidezimmer, in dem sich lauter wunderschöne, eigens für sie geschneiderte Kleider befanden. Aber keines dieser Zimmer war so persönlich eingerichtet worden, wie dieses hier. Kein Wunder, es war ja auch das intimste, ihr Schlafzimmer. Doch ob sie jemals erwarten durfte, hier Herrenbesuch zu empfangen? Aber sie vergaß, bald würde ja der jährliche Sommerball stattfinden. Wo gab es Herren, wenn nicht dort?

Ich saß also nun am Schreibtisch und versuchte mein Leben durch zu planen. Ein Ding der Unmöglichkeit? Richtig, aber zu diesem Zeitpunkt war mir das absolut nicht klar. Außerdem ein ganz klein bisschen schadet es auch wirklich nicht, ab und an mal einen Plan zu schreiben. Das kann sogar sehr hilfreich sein!
Aber das Leben zu planen, das war wohl wirklich eine verrückte Idee! Ich versuchte mir über die Vor- und die Nachteile eines Psychologiestudiums und somit eines Abbruchs meines bisherigen Studiengangs klar zu werden. Versuchte mir vor zu stellen, welche Bedeutung darin lag. Mein hauptsächliches Problem lag in der finanziellen Natur. Ein Neubeginn würde auch meinen Abschluss wieder um zwei Jahre zurück werfen und somit auch meine volle Unabhängigkeit.
An dieser Stelle sollte ich vielleicht ein paar Details über mich und mein Leben erzählen. Ich heiße Katharina, bin 21 Jahre alt und von Sternzeichen her Waage. Eine kleine und zierliche Persönlichkeit mit rotem Lockenschopf. Passend dazu, grün-braune Augen. Ein paar typische Charakterzüge? Ängstlich, unsicher, launisch und furchtbar unentschlossen. Okay, das war vielleicht etwas negativ. Um die Harmonie zu wahren: super nettes Lächeln mit Ansteckungsgarantie, sehr sanft und zärtlich, trotzdem temperamentvoll und eine wunderbare Zuhörerin. Die letzte Eigenschaft würde doch hervorragend zu einer Psychologin passen, oder? Statt dessen bin ich Studentin der Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt auf Ingenieurwesen.

Hier drückt sich mal wieder meine Unentschlossenheit aus. Allerdings denke ich, dass es nicht nur mir so geht, hinsichtlich des Studiums. Man weiß zuvor eben nie, welche Überraschungen sich in dem Paket Studium verbergen.  Grundsätzlich mag ich eigentlich mein Studium. Mir fehlt lediglich der Bezug zum Menschen. Es interessiert mich unheimlich, wie Menschen sich in welchen Situationen verhalten und welcher Sinn dahinter steckt.
Hinzu kommt, dass ich super gerne zuhöre und immer versuche meinen Mitmenschen positive Gefühle zu vermitteln und ihnen konstruktiv zu helfen. Immer wieder bemerke ich verwundert, wie viele und welch vertrauliche Gedanken mir meine Mitmenschen mitteilen.
Ansonsten habe ich ein echtes Problem mit Männern (Männerphobie) und mit meiner Unentschlossenheit. Kurz gesagt, mein Selbstvertrauen ist gleich minimal. Jedoch beide Probleme werde ich in nächster Zeit angehen, mit meinem neuen Lebensplan: Erträume dir dein Leben!

Verträumt schwang die schöne Prinzessin in ihrem wunderschönen, blühenden Garten mit ihrer Schaukel auf und ab. Das Leben erschien ihr wie ein einziger goldener Traum.

Traumwelt – Ein Anfang (Teil 2)

Sie schwebte. Sie schwebte auf einer rosa zarten Wolke. Und vor ihr schwebte ein äußerst gut aussehender Mann. Er lächelte sie an. Meinte er auch sie? Tatsächlich? Aber ja, er schwebte immer näher heran. Ganz nah. Und noch näher. Jetzt stand er direkt vor ihr und lächelte sie an. Ein traumhaftes Lächeln. Die weißen Zähne blitzen nur so hervor. Nun neigte er ganz langsam seinen Kopf nach vorne. Soweit, dass sie von seinen Haaren leicht an der Nase gekitzelt wurde. Und nun flüsterte er ihr etwas ins Ohr. Hmm war das angenehm. Sie konnte sich gar nicht richtig darauf konzentrieren, was er ihr eigentlich sagen wollte. Halt, hatte sie gerade das Wort ‚Mann‘ verstanden? Besser zuhören! Schöne Männer sind auch nur Menschen? Tiefer Wille ganz fest in ihr drin? Gott? Er bezeichnet sich doch tatsächlich als Gott. Und das mag man sogar fast glauben, er sah nämlich einfach wirklich göttlich aus. Mit seinen blonden, beinahe goldenen Locken, die um sein Gesicht fielen. Wie sollte man bei solch einem Aussehen denn bitte zuhören?? Das war einfach nicht möglich!! Noch einmal strich er ihr ganz sanft die Haare hinter die Ohren und verschwand. Sein letzter Satz, sie müsse nur wollen, schwirrte noch immer in der Luft. Und dann, ganz plötzlich kam eine große, laute, grässliche Motorsäge auf sie zu und zerschnitt das gesamte Bild in zwei Hälften.

Ach du liebe Zeit. Meine Schwester. Musste die so laut schnarchen? Kein Wunder, dass ich da anfing, von Motorsägen zu träumen. Ich musste aber sofort anfangen zu grinsen, als ich an „Gott“ dachte. Hübscher Kerl, dachte ich mir. Und was hatte er mir nochmal gesagt? Ich konnte mich nur noch an das warme Kribbeln auf meiner Haut erinnern. So ein Mann im echten Leben, dachte ich mir noch, dann war ich auch schon wieder eingeschlafen.

Mein Leben war ein einziger Katastrophenhaufen. Ich wusste einfach nicht was ich wollte. Konnte nicht vor und nicht zurück. Und meine Verzweiflung über mich selbst wuchs von Tag zu Tag. Ich war in einem Studium gefangen, dass ich gar nicht wollte. Und doch machte ich weiter. Nur weil ich mich einfach nicht traute, endlich das anzupacken, das ich wirklich wollte. Weil ich mir einfach gar nicht sicher war, ob ich das auch wirklich wollte. Und weil ich Angst davor hatte, was andere über mich denken könnten. Und vor allem, weil ich wohl Angst davor hatte, mich überhaupt zu entscheiden. Denn was, wenn ich falsch entschied? Wie immer also! Ich wusste ganz genau, dass ich ganz dringend etwas änder musste – aber ich wusste im Moment einfach noch nicht so genau, was! Typisch Waage, immer total unentschlossen. Ja, mit den Sternzeichen kannte ich mich etwas aus. Ich kannte mich in vielen Dingen etwas aus. Eben immer nur oberflächlich. Also ganz passend zur Waage. Aber das sollte sich jetzt ändern, wie sich so viele Dinge ändern sollten. Wenn ich doch nur nicht so ein kleiner Angsthase wäre, dachte ich mir. Aber so war ich nun einmal.

Ha, hatte ich sie doch endlich gefunden. Meine Frustschutzgummibärchen. Super! Die konnte ich gerade sehr, sehr gut gebrauchen. Ich hatte heute noch sehr viel zu erledigen, aber ich kam einfach nicht so richtig in Fahrt. Aber zu mindestens war ich dabei, aus meinem Katastrophenhaufen ein paar klare Linien zu ziehen. Gar nicht so leicht, wenn man so menschenscheu ist, wie ich. Das war noch so ein sehr merkwürdiger Punkt an mir, ich war überhaupt nicht gerne allein, brauchte immer Gesellschaft. Und doch konnte ich mich einfach nie richtig festlegen, wenn es um irgendein Treffen ging. Und immer dieses ewige Vorausplanen. Das passte gar nicht zu mir. Was wenn ich dann an dem betreffenden Tag X doch keine Lust hatte? Ich fühlte mich wie ein einziger Widerspruch. Aber meine Freunde kannten mich so und akzeptierten es auch. Hin und wieder schimpften sie mit mir, aber es hielt sich in Grenzen.

Seufzend ließ ich mich auf mein Bett sinken und steckte mir ein Gummibärchen in den Mund. Mein Zimmer war wirklich wunderschön geworden, ein richtiges Mädchenzimmer eben. Und das völlig ohne männliche Hilfe. Die Wände waren in ein zartes rosa getaucht und ich hatte mir lauter weiße Möbel zugelegt. Alles Ikea natürlich. Einen wunderschönen weißen Schrank mit Schiebetüren, ganz im nostalgischen Stil. Einen weißen Schreibtisch und eine weiße Frisierkommode. Auf der stand allerdings mein alter, in Ebenholz  gehaltener Spiegelschrank. Ein Fundstück, welches sich schon seit Urzeiten in meinem Besitz befand. Außerdem hatte ich mir noch ein Bücherregal zugelegt, welches ganz dringend notwendig war. Ich liebe nämlich Bücher und besitze dementsprechend auch ganz schön viele. Es gibt kaum etwas Schöneres, als sich abends mit einer feinen Tasse Tee und einem guten Buch ins Bett zu kuscheln und zu lesen und voll und ganz in die Welt der Fantasie abzutauchen.

Nicht mit mir!

Ich glaube, es ist jeder Frau schon einmal so gegangen: man hat das Gefühl, der Partner checkt einfach nicht den Ernst der Lage. Oder auch er merkt erst gar nicht, wie verletzend sein Verhalten sein kann. Oder noch schlimmer, er kann es nicht verstehen, dass er sich falsch verhalten hat und kann es ums Verderben einfach nicht zu geben (so ein Mist).

Männer sehen viele Situationen einfach aus einer völlig anderen Perspektive, vermutlich mehr rational. Während eine Frau sich nicht richtig ausdrückt, weil sie ihren Partner nicht zu nah treten und ihn nicht verletzen möchte. Dieses soziale Verhalten lernen Frauen laut verschiedenen Studien zu Folge schon im Kindesalter. Tja und genau mit diesem rücksichtsvollen Verhalten entstehen dann die Konflikte und genau deswegen fühlen sich Frauen meist schneller verletzt als die guten Männer.

Jetzt könnte man natürlich sagen, jaja immer diese Frauen, gefühlsduslig bis zum Abwinken, ruck zuck sind die Tränendrüsen am Überlaufen und überhaupt, können die nicht einfach mal sagen, was sie wollen?!

Oder diese Männer, nie denken sie über ihr Verhalten nach, merken immer alles erst, wenns eh schon zu spät ist. Finden ihr verletzendes Verhalten überhaupt nicht schlimm. Machen immer einfach alles alleine, ohne es mal mit der Partnerin zu besprechen, sind rüpelhaft, grob, dumm… usw.

Soweit so gut. Irgendwie sind die Probleme in einer Beziehung doch schon vorprogrammiert, oder? Wir haben einfach viel zu unterschiedliche Ansichten. Trotzdem rauft man sich immer wieder zusammen, denn irgendwie sind doch gerade die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten das Reizvolle dabei. Nur wie soll man sich als Frau verhalten, wenn man sich übergangen und unwichtig fühlt? Vielleicht weil der Partner seine Freunde der Partnerin vorzieht? Also nicht immer ist es auch so simpel… Meistens gehen diesen Konflikten noch andere voraus, welche dann das Fass zum Überlaufen bringen :)

Bei mir läuft das ungefähr so: ich werde meinem Freund gegenüber immer vorsichtiger und traue mich kaum noch etwas zu fragen… bla bla (mittlerweile bin ich nicht mehr so vorsichtig, bringt eh alles nichts), weil der werte Herr eine recht gnädiges Verhalten an den Tag legen kann (ich will damit nicht sagen, dass ich besser bin ;D).
Also das sieht dann so aus, dass ich ihn frage, ob wir etwas bestimmtes unternehmen, wie z.B. in die Sauna zu gehen (wären dazu nicht normalerweise alle Männer sofort sprungbereit?!) und er legt sich erst mal gar nicht fest. Ja, das könnte man eventuell machen. Aber noch nicht sicher wann. Und wenn wann festgelegt, dann trotzdem nochmal die Möglichkeit offen halten, abzusagen… usw.! So und wenn dann die netten Freunde des Freundes fragen, ob er mit shoppen kommt (wohlgemerkt für einen Typen: SHOPPEN!!!) ist er sofort dabei und das ganze total sprungbereit!!!!
Das wäre natürlich nicht so schlimm, wenn ich mich nicht zuvor mit ihm verabredet hätte genau an diesem Tag auch “shoppen” zu gehen. Und hier der Fehler der Frau, sich nicht eindeutig auszudrücken. Ich sagte, ich möchte nur Schuhe kaufen gehen, meinte aber natürlich (für jede Frau vermutlich offensichtlich ;D) einen etwas längeren Zeitraum in der Stadt bummeln gehen (also shoppen *g*). So vorsichtig deswegen ausgedrückt, da mein Freund sich ja so ungerne festlegt und ansonsten sein gnädiges Verhalten aufweist ;) Tja, dumm gelaufen.

Was lernen wir daraus? Alle Vorsicht in den Wind zu schlagen und die Dinge auf den Punkt zu bringen. Ganz egal, welches Verhalten er darauf hin an den Tag legt. Somit schützt man sich selbst vor den rüpelhaften Taten des Partners ;) und kommt erst gar nicht in die Situation sich zu überlegen, wie wichtig man dem anderen eigentlich ist!

P.S. Lieber Freund, dass sollte im Übrigen nicht der Artikel sein, den ich dir widmen möchte… Dieser hier ist dafür da, meine Gefühle hierzu zu verarbeiten ^^ Der andere folgt aber bald ;)

An Liebe gefesselt

Ich liebe dich,

wie die Kerze im Licht,

wie das Wasser im Meer,

wie mein Herz in meiner Brust,

wie mein Ritter in einem Heer,

wie das Feuer meiner Lust.

Und ich hasse dich!

Ich hasse dich wie meinen größten Feind

So wie ich es hasse, wenn mein Herz weint,

weil du es gebrochen,

wie schon vielen vor mir,

und ich wegen dir,

der Sinne beraubt, komm angekrochen,

durch dich schon ganz verrückt!

Doch stets kommst du immer wieder zu mir zurück.

So bist du an mich,

gefesselt wie ich an dich.

Gefesselt durch Liebe und Hass, zusammen Faszination,

unterschiedlich wie Kation und Anion,

so ziehen wir uns an- bzw. auch aus,

mit größter Leidenschaft, mit Gefühlen eines Gewitters mit Braus’.

So lieben wir uns in Ewigkeit,

aneinander gefesselt, ob nun in Freud’ oder Leid’.

Heartbreeze